3 Tage im regionalen Paradies – Therme Rogner Bad Blumau

Vor ein paar Monaten schon, hatten wir uns überlegt, in eine Therme zu fahren. Nach nur kurzer Zeit schlug mein Freund Stefan vor, die Therme Rogner Bad Blumau in der Steiermark zu besuchen. Gesagt – getan! Wir haben uns kurz darauf per Email ganz einfach und unkompliziert in Verbindung gesetzt, und gleich einen passenden Termin gefunden.

Ganz praktisch ist für uns die Anreise gewesen, da wir nur knapp über eine Stunde fahren mussten. Wir sind also am Mittwoch gegen Mittag losgefahren, nachdem wir beide noch arbeiten mussten und hatten somit noch den halben Tag Zeit.

Der erste Eindruck..

..hat uns sofort in Erstaunen versetzt! Was für eine atemberaubende Landschaft, voller Hügel und voller architektonischer Highlights. Wenn sich langsam das Tor öffnet und man die Einfahrt hinein fährt, fühlt man sich direkt wie im Film. Man weiß, es folgt eine Zeit in der man abschalten kann und wie jemand ganz besonderes behandelt wird.

Der erste Weg..

..führte ins Herz der Anlage, nämlich zur Hotel Rezeption, dort wird alles bestens erklärt. Man bekommt Pläne, eine Badetasche gefüllt mit Bademäntel sowie Handtücher, und seine persönliche Armbanduhr. Mit dieser ist es nicht nur möglich, während des gesamten Aufenthaltes bargeldlos durchs Haus zu schlendern, sie fungiert zugleich auch als Zimmerschlüssel.

Da das Zimmer noch nicht bezugsfertig war, haben wir noch das Auto in die Tiefgarage gestellt und sind anschließend gleich mal in den Wellnessbereich gegangen. Das stand jedoch schon in der Email genau beschrieben und somit waren wir darauf vorbereitet. Wir haben uns für alle Tage eine ‚Kuschelliege‘ gemietet, für schlappe 10€ pro Tag geht das mehr als nur in Ordnung, da man sich fühlt, als hätte man sein eigenes Himmelbett. Wenn ich an die Preise diverser Strände denke, wo man für ne gewöhnliche Klappliege mehr bezahlen muss, waren wir angenehm überrascht.

Obwohl alles ‚riesig‘ ist, findet man sich sehr gut zurecht. Vielleicht lag es an meiner Begleitung, die einfach überall den Durchblick hat, aber ich als orientierungloser Mensch, habe mich nicht unwohl gefühlt, was oft der Fall ist, wenn ich mich nicht auskenne. Im Gegenteil, denn man ist eher voller positiver Reize überflutet, überrascht, oder sogar überwältigt.

Das Zimmer..

..befand sich im ‚Kunsthaus‘, und zwar hatten wir ein Doppel-Komfortzimmer. Die Einrichtung war ideal, nicht zu viel und nicht zu wenig. Modern, aber trotzdem schlicht und sogar im Badezimmer fand man den Hundertwasser-Stil wieder. Die Aussicht war idyllisch, direkt vor unserem Zimmer fand man die grüne Hügellandschaft und vom Bett wollen wir erst garnicht reden. Bester Schlaf seit langem!

Den perfekten Ausklang..

..des ersten Abends haben wir im À la Steak carte Restaurant „GenussReich“ erlebt. Wir wollten uns zur feier des Tages, und, weil wir uns selbst belohnen wollten, etwas ganz besonderes gönnen. Wichtig ist hier, rechtzeitig zu reservieren, um sich garantiert einen Platz zu sichern. Und wieder einmal waren wir mehr als nur überwältigt. Als absolute Steak-Liebhaber, hat es uns in dieses großartige Restaurant verschlagen. Das Ambiente war gemütlich, rustikal, einladend. Man wird herzlich empfangen und freundlich beraten. Nachdem man sein Essen gewählt hat, wird man mit einem Gedeck aus regionalen Aufstrichen, Butter und frischem Brot versorgt. Anschließend folgt der Gruß aus der Küche und Hut ab – so ein großzügiges AmuseBouche habe ich selten erlebt. Stefan bekam dann noch als Vorspeise ein Beef Tartare und da wir gute Esser sind, noch folgende Dinge: 1x Rib-Eye Steak 300g, 1x Flanksteak 300g; Beilagen: Chimichurri, Gemüse gegrillt, gebratene Pilze in Haselnussöl, gebackene Zwiebelringe, Speckbohnen und Süßkartoffelpürree. Viel? Ja. Aufgegessen? Aber Hallo! Auch die kleinen Kekse aufs Haus haben wir genossen. Danach waren wir zwar randvoll, aber glücklich. Außerdem geht Liebe ja bekanntlich durch den Magen und der Abend war rundum perfekt.

Aber damit nicht genug. Als wir die Rechnung erhalten haben, konnte ich meinen Augen nicht so richtig trauen. Mir kam der Preis doch etwas billig vor und ich dachte mir, vielleicht wurde etwas vergessen. Was wir jedoch nicht wussten: man bekommt den Preis der Halbpension erstattet. Und das sind immerhin 54.- Gesamtersparnis gewesen!

Auf einen Absacker..

..verschlug es uns noch in die Hotelbar ‚KlimBim‘. Schon von weiten haben wir die Live Musik gehört, und der amerikanische Musiker war der Hammer. Eine tolle Auswahl an Getränken, Cocktails, sowie regionale Spirituosen, Kaffee und Getränke für jeden Geschmack, findet man hier. So ging ein perfekter Tag in angenehmer Atmosphäre mit der besten Begleitung dem Ende zu.

Überwältigendes Frühstücksangebot am Morgen..

..vertreibt Kummer und Sorgen. Stefan und Ich sind beide der Meinung, dass bis jetzt kein Hotelfrühstück an dieses heran kommt. Wir haben uns für das Frühstückbuffet im Restaurant ‚Lebensfroh‘ entschieden und die Auswahl war überragend. Kaffee und Milch wird ohne zu zögern in großen Mengen serviert, alles andere darf man sich selbst, frei nach ‚Guster‘ holen. Eine eigene Tee-Insel für Teeliebhaber und mehrere hausgemachte Säfte die man alle probieren muss, laden ein, etwas länger zu bleiben und den Frühstücksaufenthalt zu genießen. Stefan hat sich um das Gebäck aus der hauseigenen Brotbackstube gekümmert, denn natürlich mussten wir uns da ebenfalls durchkosten. Der eigene Bereich für warme Speisen wie Omelettes und Eier in allen Variationen, sowie ayuverdischer Haferbrei, Wurstaufschnitte, vegane Lebensmittel, und frisches Gemüse, hat es uns besonders angetan. Eine eigene Bio-Buttermaschine und Käse von A-Z durften nicht fehlen. Auch die Naschkatzen kommen nicht zu kurz – denn es gibt Kuchen, Croissants, Obst, süße Müslis, hausgemachte Marmelade, Joghurt, selbstgemachte Kompotte, Fruchtmus,.. um nur einiges zu nennen!

Nice to know: Alle Lebensmittel werden aus landwirtschaftlichen Betrieben erzeugt, bei denen artgerechte Tierhaltung sowie der Verzicht auf Chemie und Gentechnik selbstverständlich ist. Nachhaltigkeit und BIO steht an oberster Stelle. Alle Produkte sind regional und frisch, was man förmlich in jedem Gericht schmecken kann und auch überall präsentiert bekommt. Da das Auge bekanntlich mit isst, schmeckt es hier umso besser.

Auf Entdeckungsreise..

..haben wir uns gleich nach dem Frühstück gemacht. Oder sollten wir es lieber ‚Verdauungsspaziergang‘ nennen? Denn wie bereits erwähnt, sind wir sehr gute Esser und haben unseren Appetit nicht zu kurz kommen lassen. Wir haben den Außenbereich erkundet und sind eine großzügige Runde spazieren gewesen.

Anschließend waren wir fleißig und haben ein knackickes Training im Fitnessraum erledigt. Der Fitnessraum war zwar etwas klein, aber total schön und wir konnten unser Training gut durchziehen.

 Das Thermenparadies..

..bietet 14 verschiedene Innen- und Außenthermalwasserbecken aus unterschiedlichen Heilquellen. Sowohl Innen, als auch Außen haben wir alle Becken gut genutzt.

Sehr begeistert war ich von dem Vulkania Heilsee, dessen Quelle in knapp 3000 Metern Tiefe gefunden wurde. Die 38 Grad sorgen für die absolute Entpannung und haben uns den Alltagsstress vergessen lassen. Außerdem steht am Fuße des zweiten Sees ein riesen Vulkan, der für das perfekte Außenbereich-Ambiente sorgt.

Für Zwischendurch..

..hat es uns immer wieder in die verschiedenen Bars und Restaurants verschlagen, wo wir uns entweder einen Kaffee, oder eine Erfrischung geholt haben. Im Restaurant ‚Regentag‘ gibt es tolle Mittagsangebote (dass wir allerdings aufgrund des ausgiebigen Frühtsücks nicht genutzt haben). Die Saunabar ‚Kühldichab‘ wird ihrem Namen gerecht und lädt ein, sich eine tolle Erfrischung aus diversen Fruchtsäften, Kefir, Buttermilch oder auch einen Snack zu holen. Perfekt nach einen Saunagang. Die Vulkania Lounge ‚Kleinundfein‘ ist eine kleine, orientalisch angehauchte und wunderschöne Lounge im Vulkania Bereich. Dort haben wir uns am liebsten einen Zuegg – Kokosfruchtsaft für zwischendurch geholt. Die Lounge bietet eine romantische Atmosphäre mit gedämpften Licht und lässt Entspannung sowie Ruhe nicht zu kurz kommen. Alle diese Restaurants bzw Bars darf man übrigens mit Bademantel betreten.

Abschalten..

..konnten wir in der weitläufigen Saunalandschaft. Egal ob Gartensauna, finnische -, oder Felsensauna.. man findet hier alles, was das Herz begehrt. Gut genutzt haben wir auf alle Fälle die Infrarotkabine, die leichte Form der finnischen Sauna (Sanarium) und die Gartensauna mit knapp 90 Grad. Anschließend waren wir noch gemütlich im Außenbecken der Saunalandschaft und zwischendurch verschlug es uns immer wieder zur Saunabar.

Den zweiten Abend..

..haben wir im Restaurant ‚Lebensfroh‘, wo sich auch das Frühstücksbuffet befindet, ausklingen lassen. Und auch hier muss wieder betont werden: die hochwertigen, regionalen Lebensmittel sowie Speisen, das Arrangement und das Angebot, haben uns wieder einmal total fasziniert. Wir haben versucht, so gut es geht alles aus dem breiten Buffetangebot zu kosten und wurden kein einziges Mal enttäuscht. Von Salat, weiter zur Suppe, Vorspeisen, warmen tollen Gerichten bis hin zu frischen, warmen Nachspeisen und Käseangebot, sowie eine eigene Nudelküche – das alles und noch mehr findet man hier.

Vorspeise: großzügiger Salat mit Kürbiskernöl und hausgemachtem, frischen Brot.

Und wiedereinmal waren wir völlig positiv überrascht, als wir die Rechnung bekommen haben. Wir waren fest davon überzeugt, dass in der Halbpension nur das Frühstück inkludiert sei und wurden eines besseren belehrt. Wir mussten nur die Getränke bezahlen und waren sprachlos.

Den Abreisetag..

..haben wir wieder mit einem Frühstück für Könige begonnen.

Anschließend haben wir zusammengepackt und den Großteil des Gepäcks ins Auto verfrachtet. Eine Badetasche mit Kleidung für den Nachhauseweg wurde noch mitgenommen, da man die Therme auch am Abreisetag noch bis 23 Uhr nutzen darf. Also wiedereinmal – TOP! Der letzte Tag wurde richtig genossen, wir haben das gemacht, worauf wir Lust hatten und haben auf unserer Kuschelliege noch so richtig die Seele baumeln lassen.

Fazit:

Manche lassen sich vielleicht von den Preisen abschrecken, aber eines muss ich erwähnen. Die Therme und das Hotel, sind jeden einzelnen Cent wert. Bis ins kleinste Detail hat bei uns einfach alles gepasst. Wir sind beide, auch Tage nach der Abreise, immer noch so überwältigt, müssen dauernd davon sprechen und ich finde auch, dass uns der Aufenthalt noch etwas mehr zusammengeschweist hat.

Ich habe selten erlebt, dass alles perfekt harmoniert hat. Die Speisen, die Achtsamkeit auf Umwelt und Nachhaltigkeit, das Ambiente, das freundliche Personal, die wundervolle Landschaft und die einzigartige Architektur sowie Wellnessangebote und vieles mehr. Wenn ich daran zurückdenke schlägt mein Herz jedesmal höher und wie bereits erwähnt, können wir es beide kaum erwarten, bald zurückzukehren. Der perfekte Kurzurlaub, wenn man ein paar Tage dem Alltag entfliehen will.

 

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick verschaffen.

xx

Alex ❤

 

 

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*Ich möchte anmerken, dass der Beitrag unsere ganz offene und ehrliche Meinung widerspiegelt.

2 Kommentare zu „3 Tage im regionalen Paradies – Therme Rogner Bad Blumau

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