Über mich und meine Geschichte

Hallo meine lieben Leser,

 

Mein Name ist Alexandra, ich bin 26 Jahre alt und komme aus Österreich, und zwar aus der Nähe von Wien.

Da ich häufig gefragt werde, wie mein ‚lifestyle‘ denn eigentlich entstanden ist, habe ich beschlossen einen Beitrag zu verfassen.

Im Jahr 2012 habe ich den Entschluss gefasst, meinen Lebensstil von Grund auf zu ändern. Ich war total mit mir und meinem Körper unzufrieden. Ich war an meinem absoluten Gewichtshöhepunkt angelangt und die paar Wochen Amerika zu dieser Zeit haben nicht sonderlich positiv dazu beigetragen. Natürlich macht man auf einer Reise immer schöne Fotos und möchte auch von sich selbst ein paar Erinnerungen haben, aber wenn man mit keinem einzigen Bild zufrieden ist, sich nur hässlich findet und ständig traurig ist, dann stimmt doch was nicht, oder? Ich muss sagen, dass es damals ‚Klick‘ gemacht hat, denn ohne diesen ‚AHA‘ Effekt wäre ich niemals so konsequent geblieben.

Ich dachte nur, es kann nicht mehr so weiter gehen, ich möchte keine Bilder mehr von mir sehen, ich fühle mich vor der Kamera unwohl und ich will mich selbst nicht mehr im Spiegel betrachten. Es kam sogar soweit, dass ich zuletzt teilweise nicht mehr unter Leute gehen wollte, geschweige denn in irgend eine Art von Frei- oder Strandbad

Also begann ich von einem Tag auf den Anderen meine komplette Ernährung umzustellen. Wobei man das so nicht wirklich nennen kann. Ich habe nach und nach weniger gegessen und komplett auf Kohlenhydrate verzichtet Im Nachhinein betrachtet absolut irrsinnig und ungesund, orfeigen könnte ich mich, aber ich will ehrlich sein und ich hatte damals absolut keine Ahnung. Jetzt weiß ich: nie wieder möchte ich meinem Körper so etwas antun! Genauso habe ich Süßigkeiten, Zucker und Milchprodukte ausgelassen. Meine hauptsächliche Ernährung bestand aus sehr viel Eiweiß, gesunden Fetten und Gemüse, wobei ich teilweise gegen den Hunger gerade einmal 1,2 kleine Tomaten gegessen habe und dann wieder stundenlang nichts. Es dauerte nicht lange, bis sich die ersten Resultate gezeigt haben, und das ganz ohne Sport oder viel Bewegung. Ich war so glücklich als Tag für Tag die Zahl auf der Waage kleiner wurde. Ich war fast schon abhängig davon mich zu wiegen und meine Gedanken kreisten ständig um das Thema Gewicht. Mein Ausgangsgewicht war bei 65/66 Kilo. Mein erstes Ziel war es, unter die 60 zu kommen, mein zweites Ziel waren 55 Kilos und nach viel zu kurzer Zeit, ungefähr nach einem halben Jahr, hatte ich plötzlich nur noch 52 Kilo. Damals war das ein weltklasse Gefühl, etwas zu erreichen, nachdem man selbst strebt, an dem man hart arbeitet und etwas dafür tut. Man bekommt wieder etwas mehr Selbstbewusstsein, fühlt sich wohl in seiner Haut und traut sich wieder mehr zu. Die Psyche wird auf die Seite gestellt, aber das ist einem zu diesem Zeitpunkt garnicht so bewusst, denn man möchte, dass Personen einen darauf ansprechen und kann von Stolz sagen, so viel abgenommen zu haben. Ein neues Kapitel in meinem Leben hat angefangen. Viele Komplimente, neue Kleidung und mehr Selbszvertrauen prägten den Alltag, jedoch muss ich eines sagen: ich habe jeden Tag gehungert, jeden Tag habe ich mir und meinem Körper so vieles verboten.

Nach einiger Zeit, Monate nachdem ich mit dieser Umstellung angefangen habe, fingen die Leute in meinem Umfeld an, sich Sorgen zu machen, speziell meine Mama und meine Oma haben ständig gefragt ob denn alles in Ordnung ist und mir versucht mitzuteilen, dass es endlich genug ist. Ich selbst hab das nie bemerkt, ich habe immer nur mein altes Ich im Spiegel gesehen, immer nur die Kilo’s die mal mehr auf der Waage gestanden haben und war immer noch unzufrieden mit mir. Ich habe nicht sonderlich darüber nachgedacht, ich habe nur geglaubt, dass sie den Gewichtsunterschied erkennen und war sogar froh, dass die Leute einen Unterschied bemerkten. Irgendwann war die Ziffer auf der Waage dann aber unter den 50.. es hatte seinen Reiz, aber gut ging’s mir nicht, denn ich war ständig müde und hatte keine Energie. Außerdem hatte ich einen anstrengenden Job bei dem ich nie abschalten konnte und der an mir körperlich und seelisch extrem gezerrt hat. Nichts war mir an mir selbst gut genug und zufrieden war ich sowieso nie. Ich sah mich ständig anders als alle Menschen um mich herum.

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Als damals der Fitnesshype begonnen hat, habe ich ebenfalls beschlossen körperlich aktiver zu werden. Ich habe mich in einem Fitnessstudio angemeldet, das sowohl von der Arbeit, als auch von zuhause aus gut zu erreichen war. Zu Beginn war ich der typische Cardiogast. Viel Crosstrainer und Laufband, um ‚überschüssiges Fett‘ zu verbrennen und bloß kein Krafttraining um nicht muskulös zu werden. Die folgenden Bilder zeigen mich in der damaligen Zeit:

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(Auf den Bildern fand ich mich damals übrigens ‚zu dick‚. Warum ich so gedacht habe, verstehe ich bis heute nicht so ganz. Ich wollte einfach immer mehr und mehr, weil es einfach nie genug war.)

 

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Nach ein paar Wochen bin ich dann meiner Oma über den Weg gelaufen. Ich hatte noch meine Sportklamotten an und sie hat mich kritisch betrachtet und meinte nur ‚Alexandra, so kann es nicht weiter gehen. Sieh dich an, du hast nichts mehr an dir, nichtmal mehr eine Brust. Ich find‘ das nicht mehr schön, nein, sogar hässlich find ich das.‘

Diese Worte habe ich einfach nicht verstanden. Ich wollte, dass sie stolz auf mich ist, ich wollte, dass sie meine harte Arbeit würdigt und sieht, was ich ‚erreicht‘ habe. Spätestens zu diesem Zeitpunkt habe ich begonnen, über ihre Worte nachzudenken und bemerkt, dass das alles nicht mehr gesund ist. Ich habe mich ständig gefragt wie es früher war, einfach das zu essen, worauf man Lust hatte, ganz ohne schlechtem Gewissen und ohne nachzudenken. Ich konnte mich einfach nicht mehr erinnern. Also habe ich den Entschluss gefasst, hart zu trainieren, auch mit Krafttraining zu beginnen, und mir im Gegenzug einfach wieder mehr IMG_4628zu gönnen.

Meine Ernährung war weiterhin überwegend gesund. Aber ich habe endlich wieder begonnen, gesunde Kohlenhydrate zu mir zu nehmen. Ich habe zum Beispiel morgens viel Müsli gegessen und habe schnell bemerkt, wieviel Energie und Kraft mir dann zur Verfügung steht. Mein Alltag hat sehr schnell wieder mehr Spaß gemacht, habe mehr mehr Disziplin an den Tag gelegt und mich immer mehr mit dem Thema Sport und Ernährung auseinandergesetzt.

Schon die ersten Resultate waren der absolute Hammer. Der Moment wenn sich der Körper verändert und eine andere Form bekommt, ist einfach traumhaft. Meine harte Arbeit hatte sich ausgezahlt, ich betrachtete mich und meine positiven Veränderungen gerne im Spiegel, war sogar froh über Rundungen und Muskeln. Je mehr ich trainierte (Krafttraining machte mir immer mehr Spaß), desto mehr habe ich gegessen, und das ganz und gar ohne schlechtem Gewissen. Es hat Spaß gemacht, einen Oreo Shake zu trinken, zum Chinesen zu gehen oder mal ein Stück Kuchen zu essen ohne davon dick zu werden. Nach und nach hatte ich meine falsche Wahrnehmung von Essen wieder mehr im Griff und mir ging es sowohl psychisch, als auch physisch wieder viel besser. Mein Körper hatte viel mehr verbrannt (logisch, denn mehr Muskeln führen zu einer besseren Verbrennung, aber Muskeln wiederrum gehören natürlich auch gefüttert!) ich hab gespürt, wie sehr mein Körper das gebraucht hat und meinem Stoffwechsel ging es von Tag zu Tag ein kleines Stück besser. Ein wichtiger Satz den ich damals ganz groß geschrieben habe:

Von einer Pizza wirst du nicht dick,

von einem Salat wirst du nicht dünn!!

Mittlerweile halte ich von den LOWCARB bzw NOCARB Geschichten auf Dauer eher wenig. Manchmal lege ich vereinzelte low carb Tage ein, zum Beispiel an Tagen ohne Training, aber niemals mehr dauerhaft. Als ich damals an Gewicht verloren habe, war ich sehr glücklich und es ging auch ziemlich rasch, aber um ehrlich zu sein, hatte ich nicht wirklich viel Ahnung, habe das strikt durchgezogen und mich danach nur noch sehr schwer an Kohlenhydrate bzw Essen herangetraut. Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich sogar fast neu lernen musste, normal und ohne viel Nachdenken zu essen und, dass (die böööösen) Kohlenhydrate für unsere Energie- und Leistungsfähigkeit unverzichtbar sind!

Denn ganz wichtig: der Körper braucht Kohlenhydrate !!!! Leider wird das heutzutage durch etliche Crash-Diäten und Programme total in den Hintergrund gestellt, und ja, dass man schnelle Erfolge erzielt wenn man darauf verzichtet will ich auch garnicht abstreitem. Aber dauerhaft ist das einfach nicht gesund. Um Leistungen zu erbringen, egal ob sportliche, geistige oder körperliche, braucht man einfach Kohlenhydrate. Ohne diese habe ich mich monatelang kraftlos, müde und träge gefühlt.  Ich habe seit meinem niedrigsten Gewicht bereits 10kg mehr – und ich fühle mich viel wohler als damals. Wenn ich mir jetzt teilweise Fotos aus der Zeit ansehe, erschreckt es mich schon sehr. Ich hatte eine komplett falsche körperliche Wahrnehmung!

Wenn man sich in seinem Leben Ziele setzt und diese erreicht, geben einem diese Dinge sehr viel Selbstbewusstsein zurück. Man kann wieder ein wenig stolz auf sich sein und ich habe so sehr gefallen daran gefunden, meine Eindrücke, meine Erfolge und meine Ziele zu teilen, dass ich andere einfach motivieren und inspirieren möchte, dass sie alles schaffen können was sie wollen, WENN sie es WIRKLICH wollen.

 

Lasst euch niemals unterkriegen, seid stolz auf euch und teilt euer Glück mit anderen! ❤

liebe Grüße,

Alex

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3 Kommentare zu „Über mich und meine Geschichte

  1. Hey, super interessant zu lesen, wie es dir erging! Ich hatte das selbe „aha“-Erlebnis mit Low Carb wie du. Zu der Zeit war es okay, weil man Unterschiede erkennen konnte, aber heute könnte ich es mir nie wieder vorstellen. Was eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit Sport einfach schon für Wunder bewirken kann! Ganz deiner Meinung 🙂 #Keeponkeepingon!

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